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Korrosionsschutz bei E-Autos und Hybridfahrzeugen

Elektro- und Hybridfahrzeuge bringen veränderte Fahrzeugarchitekturen und Materialkombinationen mit sich. Der Korrosionsschutz konzentriert sich hier auf die angrenzenden Fahrzeugstrukturen und Materialübergänge – nicht auf Hochvoltkomponenten oder Batteriesysteme.

Kurzantwort

Auch Elektro- und Hybridfahrzeuge bestehen aus metallischen Strukturen, die Korrosion ausgesetzt sein können. Der Korrosionsschutz adressiert hier die angrenzenden Fahrzeugstrukturen, Materialübergänge und Unterbodenbereiche – nicht die Hochvoltkomponenten selbst.

Besonderheiten bei Elektrofahrzeugen

Viele Elektrofahrzeuge verfügen über großflächig geschlossene Unterbodenbereiche. Der Korrosionsschutz betrifft die angrenzenden Fahrzeugstrukturen, Materialübergänge, Falze und Bereiche, in denen Feuchtigkeit, Salz und Kondenswasser einwirken können.

Hybridfahrzeuge

Hybridfahrzeuge kombinieren konventionelle und elektrische Antriebstechnik. Die konstruktiven Besonderheiten im Unterbodenbereich und der Materialmix erfordern eine sorgfältige Abstimmung der Schutzmaßnahmen auf die jeweilige Fahrzeugarchitektur.

Wichtige Abgrenzung

Korrosionsschutzmaßnahmen im Bereich von Elektro- und Hybridfahrzeugen betreffen nicht die Hochvoltbatterien oder Batteriesysteme selbst. Der Fokus liegt auf dem Schutz angrenzender Fahrzeugstrukturen – Schweller, Längsträger, Rahmenstrukturen und Materialübergänge – sowie auf Bereichen, die Feuchtigkeit und Salz ausgesetzt sind.

Materialmix und Kontaktkorrosion

Moderne Fahrzeuge setzen zunehmend auf Kombinationen verschiedener Werkstoffe. An den Übergängen zwischen Stahl und Aluminium kann unter bestimmten Bedingungen Kontaktkorrosion auftreten. Schutzmaßnahmen sollten diese Materialübergänge berücksichtigen.

Das Thema Kontaktkorrosion als Korrosionsform wird ausführlich im Artikel Rostarten am Fahrzeug behandelt.

Geschlossene Unterbodenbereiche

Aerodynamisch optimierte, geschlossene Unterbodenverkleidungen können zwar Steinschlag reduzieren, gleichzeitig aber Feuchtigkeit einschließen und die natürliche Belüftung einschränken.

Hinter und unter diesen Verkleidungen kann sich Kondenswasser sammeln, das den Korrosionsprozess an den darunter liegenden Strukturen begünstigen kann.

Moderne Füge- und Klebetechniken

Moderne Fahrzeuge werden zunehmend geklebt und mit Strukturklebstoffen verbunden. Diese Verbindungen können unterschiedlich auf Feuchtigkeit und Korrosion reagieren. Die Abstimmung von Schutzmaßnahmen auf diese Fügetechniken ist ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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